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Auto verkaufen – mit der richtigen Strategie das meiste Geld herausholen

Allein in Deutschland wechseln jeden Tag mehrere tausend Autos den Besitzer aus den unterschiedlichsten Gründen. Und obwohl es hierzulande nicht wirklich üblich ist, über Preise zu diskutieren, passiert es beim Autokauf (und Autoverkauf) doch regelmäßig, dass gehandelt wird, frei nach dem Motto „10% gehen immer“.

Den besten Preis herausholen

Als externer Beobachter offenbart sich das Dilemma. Der Verkäufer möchte möglichst viel für einen Wagen haben, der Käufer aber am liebsten möglichst wenig dafür ausgeben. Deshalb ist es Gang und Gäbe, dass der Verkäufer eigentlich mit zwei Preisen agiert. Einer steht im Inserat. Dieser ist aber aus taktischen Gründen zu hoch angesetzt, weil man weiß, dass später noch verhandelt wird. Der andere Preis ist jener, den der Verkäufer im Kopf hat, den er am Ende mindestens erzielen will. Im Falle eines professionellen Autoverkäufers liegt er auf jeden Fall über dem Ankaufpreis plus die ggf. geflossenen Investitionen (z.B. Reparaturen).

Das Auto attraktiver wirken lassen

Das Auge kauft mit. Ein Auto kann technisch einwandfrei sein, den TÜV mit Bravour bestehen und noch mehrere 100.000 km problemlos fahren – wenn es aussieht wie eine lieblos heruntergerittene Kiste, sinkt der Preis. Der Käufer möchte schließlich möglichst ein schickes Fahrzeug kaufen. Dabei ist es so einfach, den Wert noch ein bisschen zu steigern. Ein Besuch in der Waschstraße vor dem Verkauf kostet nicht die Welt und sorgt für einen guten Eindruck. In ein frisch gewaschenes Auto steigt man lieber ein als in ein schmutziges Kfz. Wenn man einmal dabei ist, lohnt sich auch eine Innenreinigung. Mindestens mit dem Staubsauger sollte man schon durchgehen. Doch auch eine aufwändigere Reinigung lohnt sich. Eine Innenraumreinigung ist schon für 50 Euro zu haben und kann auf jeden Fall noch den einen oder anderen Hunni bringen. Denn dann kann man mit dem Argument punkten, dass man den Wagen stets gepflegt hat.

Motor nicht reinigen

Häufig machen Autoverkäufer eine Motorwäsche. Davon ist aber abzuraten. Die primäre Aufgabe des Motors ist zu arbeiten und das muss man sehen können. Ein Motorraum, der wie neu aussieht, ist da wenig hilfreich und wirft unschöne Fragen auf. So muss man sich bei einer Motorreinigung die Frage gefallen lassen, was man vertuschen wollte. Leckt irgendwo Öl? In dem Fall wäre der Wagen äußerst uninteressant für den Käufer, weil dann teure Reparaturen auf dem Programm stehen. Ein nicht gereinigter Motor hingegen ist ehrlich. Man sieht sofort, ob irgendwas undicht ist – was im besten Fall nicht so ist – und kann das in die Waagschale werfen. Ein Blick unter die Motorhaube vor dem Verkauf ist dennoch eine gute Idee, denn so kann man gleich überprüfen, ob beispielsweise das Wischwasser aufgefüllt ist. Ist das der Fall, hinterlässt das definitiv einen guten Eindruck.

Richtig (und ehrlich) inserieren

Wer sein Auto verkaufen will, wird den Weg über Inserate gehen und zwar am besten dort, wo potenzielle Interessenten suchen würden. Das ist heutzutage im Internet. Inserieren Sie ihren Wagen auf jeden Fall vollständig und vor allem ehrlich. Wenn er Macken hat, erwähnen Sie diese. Sie fallen andernfalls spätestens bei der Besichtigung samt Probefahrt auf und sorgen für Ärger. Zählen Sie auch alle Extras auf, die der Wagen hat, denn für Features legt man gerne ein paar Scheine mehr auf den Tisch. Wichtig sind auch Fotos. Fotografieren Sie relevante Stellen, außen wie innen. Bei vielen Online-Plattformen können Sie inzwischen auch kurze Videos hochladen, bei denen Sie Ihr Fahrzeug in Bewegtbild vorstellen können. Es gibt Dienstleister, die auf Wunsch Videos produzieren. Wenn Sie mehr dazu erfahren wollen, dann einfach hier klicken.

Preisverhandlung: Bleiben Sie ruhig hart

Wenn Sie einen realistischen Preis im Kopf haben – als Ausgangspunkt können Sie vergleichbare Fahrzeuge auf dem Markt suchen -, dann sollten Sie die Announce etwas höher wählen, damit Sie noch Verhandlungsspielraum haben. Die Faustregel besagt „10% gehen immer“, also sollte der Preis im Inserat 15% oder etwas mehr über Ihrer Schmerzgrenze liegen. So kann der Käufer mit dem guten Gefühl, Sie „ordentlich gedrückt“ zu haben nach Hause gehen und Sie können sich freuen, einen realistischen Gegenwert für das Auto bekommen zu haben.

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